Koi-Teich

Datum: 15.01.2019


Tipps zur Erstellung und Pflege eines Teiches mit Koibesatz

Ein Teichbecken mit Kois – Was ist beim Teichbau und bei der Pflege zu beachten? Hier erhalten Sie wichtige Informationen, welche besonderen Ansprüche diese Tiere hegen. 

Ein Koiteich unterscheidet sich in einigen Faktoren von einem gewöhnlichen Gartenteich oder einem Gartenteich mit Goldfischbesatz. Aus diesem Grund sollte man sich vor der Planung eines Koiteichs einige Überlegungen vornehmen oder sich am besten Informationen von Fachberatern liefern lassen.

Man kann Kois in einem ausreichend großen Gartenteich oder in einem riesigen Naturteich halten. Aquarien sind für einen Koi aufgrund der eingeschränkten Größe eher ungeeignet. 

Ein Garten eignet sich ideal als Ort für den Teichbau. Eine angemessene Gartengestaltung und eine optimale Teichtechnik spielen eine erheblich wichtige Rolle.

Fünf Kois schwimmen nebeneinander durch den Teich.

Die Temperatur macht den Unterschied

Die Teichtemperatur schlägt sich ganz bedeutend auf das Wohlbefinden der Kois und die Wasserqualität im Koiteich aus. Hier ist zu beachten, dass es für jede Jahreszeit eine optimale Wassertemperatur gibt. Im Frühling sollte sich die Wassertemperatur idealerweise zwischen 14 und 18 Grad Celsius belaufen. Da die aktivste Zeit der Kois im Sommer ist, empfiehlt es sich, die Wassertemperatur zwischen 20 bis 26 Grad Celsius zu halten. 

Im Herbst sollte das Wasser des Teiches auf etwa 15 bis 20 Grad Celsius abkühlen. In den Wintermonaten fallen die Kois schließlich in eine Winterstarre. Die Kois dürfen nicht geweckt oder umgesetzt werden. Aus diesem Grund darf die Wassertemperatur im Koiteich sinken.

Jedoch benötigen diese prachtvollen Tiere eine Mindesttemperatur von 4 Grad Celsius zum Überleben. In der Winterzeit kann das Teichwasser an der Teichoberfläche durchaus gefroren sein. Hierbei ist es jedoch wichtig, ein paar freie Stellen zu haben, damit Faulgase entweichen können und dem Teich Sauerstoff zugefügt werden kann.

Neben der Wassertemperatur ist die regelmäßige Kontrolle des pH-Werts und des Gehalts von Sauerstoff, Nitrit, Nitrat, Kupfer, Ammonium und Ammoniak einzuhalten. 

Die ideale Größe für einen Koiteich

Die Kois im Teich versteken sich Im Schatten der Wasserpflanzen.

Stimmen die Dimensionen und die Beschaffenheit des Koiteichs, so wird das Wasser im Sommer nicht zu warm und im Winter vereist es nicht völlig. Generell kann man sagen, dass pro Fisch mindestens 1.000, besser noch 1.500 Liter Wasser im Teich benötigt werden. 

Bei zu dichtem Fischbesatz besteht die Gefahr, dass sich Krankheiten ausbreiten oder der Parasitenbefall schnell ansteigt. Anfangs sind die Kois oft noch recht klein, doch bei einer guten Pflege werden die Tiere schnell heranwachsen. Bestenfalls halten Sie einen Koi niemals alleine, am Wohlsten fühlen sie sich in der Gruppe. 

Idealerweise sollte ein Koi von circa 10-20 Artgenossen umgeben sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, dass Koiteiche ein Volumen von mindestens 10 bis 20 m³ aufweisen. 

Ein idealer Koiteich sollte mindestens 3000 Liter groß sein. Die Wassertiefe sollte mindesten 1,50 Meter betragen und die Wände möglichst senkrecht angelegt werden. Dann beträgt die Teichfläche mindestens 11 m². Die Mindesttiefe des Wassers ist unbedingt einzuhalten, da die Kois in dieser Tiefe ihre Winterruhe halten. 

Sobald Sie mehrere Kois in Ihrem Teich halten möchten, muss ein größeres Teichvolumen eingeplant werden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass ein Teich ab einer bestimmten Größe eine Baugenehmigung erfordert. 

Die erforderliche Baugenehmigung ist abhängig vom jeweiligen Bundesland. Beim örtlichen Bauamt erhalten Sie alle wichtigen Informationen für Ihr Projekt. 

Die richtige Filtertechnik und Wasserqualität sind entscheident 

Kois benötigen zur Atmung und Verdauung Sauerstoff. Zudem verbrauchen die nitrifizierenden Bakterienkulturen im Teichfilter im Oxidationsprozess ebenfalls viel Sauerstoff. 

Eine ausreichende Sauerstoffsättigung des Teichwassers ist die unabdingbare Voraussetzung für einen funktionierenden Filterkreislauf in jedem Koiteich. Atem- und Verdauungsstörungen treten dann auf, wenn in Ihrem Teichbecken zu wenig Sauerstoff vorhanden ist. 

Die Folge unverdauter Speisereste ist die Erhöhung der Gesamtammonium- und Nitritwerte im Teichwasser. Schlechte Wasserparameter und die Schädigung der Kiemen können die Folge sein. 

Zusätzlich kommt es bei einem Sauerstoffmangel im Gewässer zu einer unzureichenden Aktivität der Filterbakterien.

Der Koiteich direkt an der Steinterrasse wird von einem Skimmer gereinigt.

Der ideale Sauerstoffgehalt für einen Koiteich

Der Sauerstoffgehalt im Koiteich sowie die Temperatur des Wassers beeinflussen sich gegenseitig. Der lebensnotwendige Sauerstoffgehalt ist in kaltem Wasser besser gelöst als im warmen. Aus diesem Grund ist in den Sommermonaten eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu beachten.

Insbesondere bei Koiteichanlagen ohne Bepflanzung und hoher Besatzdichte, kann es bei steigenden Temperaturen schnell zu einem gravierenden Sauerstoffmangel kommen. Eine ausgewogene Bepflanzung verhindert eine solche Entwicklung. Nicht zu vergessen ist hierbei, dass die Fotosynthese in den nächtlichen Stunden nicht stattfinden kann. Übermäßig bepflanzte und mit Algen verunreinigte Koiteiche haben nach Sonnenuntergang zumeist eine schlechtere Sauerstoffsättigung.

Der optimale pH-Wert eines Koiteichs

Ein großer Schwarm Kois wartet im Gartenteich auf die Fütterung

Der Säurungsgrad ist ein sehr wichtiger Parameter in der Wasserchemie. Der pH-Wert liefert die notwendigen Informationen zur Erkennung, ob das Wasser sauer oder alkalisch ist. Weitere Werte wie die Pufferkapazität, Härte, Ammonium- und Sauerstoffgehalt haben Einfluss auf den pH-Wert. Sauerstoffgehalt und pH-Wert unterliegen Schwankungen. Diese Schwankungen werden unter anderem durch Pflanzen im Koiteich hervorgerufen. 

Der Verbrauch von Kohlenstoffverbindungen entzieht dem Wasser im Teich Kohlensäure. Starkes Algenwachstum, zu starke Belüftung und Sonneneinstrahlung begünstigen das Ansteigen des pH-Wertes im Gartenteich. Bereits geringe Schwankungen haben große Auswirkungen. Des Weiteren ist eine zu geringe Belüftung Auslöser eines sauren pH-Wertes.

Für die Koihaltung sollte der pH-Wert zwischen 6,5 - 8,0 liegen. Der Idealwert liegt bei 7. Werte oberhalb von 8,0 oder unterhalb von 6,0 können für Kois gefährlich werden. Nach Möglichkeit sollte der pH-Wert am Mittag gemessen werden. Der Säurungsgrad unterliegt einem Tag-Nachtzyklus und ist um die Mittagszeit am höchsten.

Das richtige Filtersystem ist in einem Koiteich von großer Bedeutung. 

Hier geht´s zu unseren Oase Filtern, die besonders gut für einen Teich mit Koi Besatz geeignet sind.

Koifütterung: grundsätzliche Regeln

Drei Kois sind durch das klare Wasser des Teichs sehr gut zu erkennen.

Kois sind Allesfresser und benötigen ein abwechslungsreiches und ausgewogenes Futter. Eine Mangelernährung ist unbedingt zu vermeiden. Bei der Fütterung ist auf ausreichende Gaben von Eiweiß, Proteinen, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren zu achten. 

Koifutter sollte möglichst dem Futter entsprechen, das die Kois auch in der Natur zu sich nehmen würden. Aus diesem Grund eignen sich neben Futterpellets aus dem Fachhandel rote, weiße und schwarze Mückenlarven, kleine Muscheln und Regenwürmer. 

Nicht nur die Qualität, sondern auch die Menge des Futters sollten Sie kontrollieren. Futterreste im Gartenteich beeinflussen nicht nur die Wasserqualität erheblich, sondern wirken sich negativ auf die Gesundheit der Kois aus. 

Die Tiere dürfen nicht zu üppig gefüttert werden, da sie nicht selbst die Nahrungsaufnahme beenden, solange sich noch etwas Fressbares in ihrer Umgebung befindet. 

Da sich der Stoffwechsel der Kois mit sinkender Wassertemperatur verlangsamt, empfiehlt es sich, die Fütterung an die Umgebungstemperatur des Wassers anzupassen. Eine Überfütterung ist unbedingt zu unterlassen.

Verwendung von Sprudlern und Wasserfällen

Bei der Verwendung von Wasserfällen und Sprudlern muss man in einem Teich mit Koibesatz sensibel vorgehen. Wassersprudler und Wasserfälle verursachen einen enormen Lärm im Wasser und setzen die Tiere einer unnötigen Stresssituation aus. Außerdem wird das Wasser dadurch im Sommer zusätzlich erhitzt. Diese Erhitzung kann zu einer vermehrten Algenbildung führen und beeinflusst die Wasserqualität im negativen Sinne.