Tipps: Einen naturnah gestalteten Teich sauber halten

Datum: 15.01.2019


Unser Teich ist mittlerweile schon 24 Jahre alt und immer noch der absolute Lieblingsplatz – für Mensch und Tier. Durch geschickte Bepflanzung bleibt das Wasser trotz regelmäßiger Seerosendüngung klar und die gute Pflege macht den Teich zum Schmuckstück – und sogar zur Kinderstube für Balkonpflanzen. Praktische Tipps auch für Ihren Teich.

Der Folienteich ist naturnah gestaltet, gut 4x5 m groß und an der tiefsten Stelle 150 cm tief. Naja, jedenfalls am Anfang, inzwischen sind es wohl nur noch gut 100 cm. Aber immer noch tief genug für überwinternde Wassertiere und die Seerose „James Brydon“. Der Pflegeaufwand entspricht etwa dem eines Staudenbeetes.

Naturnaher Gartenteich im Grünen, bewachsen mit Schilf und Seerosen.

In unseren Jahren als Teichbesitzer haben wir viel dazu gelernt. Ganz nach dem Prinzip "Versuch macht klug" haben wir herausgefunden welche natürlichen Helfer bei die Teichtechnik zusätzlich unterstützen können. Ganz wichtig war und ist uns bei unserem Teich seine möglichst naturnahe Gestaltung mit üppiger Bepflanzung. Doch Pflanzen kommen oft nicht ohne zusätzliche Nährstoffzufuhr aus.

Seerosen im Teich düngen ja oder nein? So vermeidet man Algenbildung!

Jede Pflanze hat Hunger – auch im Teich. Meist reicht den Pflanzen der Happen, den sie von zersetzten Pflanzenresten am Grund des Teiches bekommen. Düngen ist eigentlich eine blöde Idee – man möchte die Algen schließlich nicht füttern. Aber alte Seerosen sind Fresssäcke und über eine Extraportion Dünger dankbar. Mit diesem Trick gehen die Algen leer aus. Wickeln Sie etwas Gartenlangzeitdünger in ein Stück Küchentuch. Stecken Sie ein langes Rohr tief in die Erde im Seerosenkorb, stecken das Päckchen hinein und drücken es mit einer langen Bambusstange tief in die Erde.

Dünger in ein Küchentuch gewickelt und mit einem langen Rohr direkt an die Wurzeln der Seerose drücken.
Viele Wasserpflanzen wachsen im Teich
Frosch sitzt auf Seerosen

Teichpflege leicht gemacht: Laubnetz anschaffen und Gartengeräte zweckentfremden!

Im Herbst ist das AquaNet Teichnetz der perfekte Bodyguard für Ihren Teich. Für das Falllaub gilt „Du kommst hier nicht rein!“ Und das Netz erledigt den Job perfekt. Wichtig ist, dass das Netz gut befestigt ist, sodass der Wind kein Laub unter dem Netz hindurch pusten kann. Anfang November kann das Netz dann in die wohlverdiente Winterpause, bevor mit Dauerfrost zu rechnen ist. Ziehen Sie es wie ein Fischernetz vom Teich und achten darauf, dass dabei kein Laub ins Wasser fällt. Schütteln Sie das Netz auf dem Kompost aus.

Wasserlinsen oder Laub zwischen den Halmen von Rohrkolben & Co können lästig sein und sind für den Kescher unerreichbar. Ein Laubbläser befördert den Unrat in Nullkommanix ins offene Wasser und der Kescher sammelt ihn mühelos ein. Warum die Teichpflege unnötig schwer machen?

Ein Rückschnitt ist dringend geboten, aber Sie kommen mit der Teichschere nicht an Rohrkolben heran? Kein Problem. Wenn Dauerfrost den Teich fest im Griff hat und das Eis sicher trägt, wird es Zeit, den Rasenmäher aus dem Winterquartier zu holen. Einfach abmähen, in wenigen Minuten ist es erledigt. 

Das Teichnetz wird über den kompletten Teich gespannt und fängt Laub und kleine Ästchen ab.
Mit dem Rasenmäher über den gefrorenen Teich fahren und die Rohrkolben stutzen.
Die Teichoberfläche wird mit dem Laubbläser gereinigt.

Natürliches Klärwerk: Unterwasserpflanzen

Unterwasserpflanzen wie Hornkraut sind für klares Wasser ebenso wichtig wie Krebsscheren und andere Schwimmpflanzen. Die Pflanzen reichern das Wasser mit Sauerstoff an und holen sich ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser - und schnappen sie damit den Algen vor der Nase weg.

Unterwasserpflanzen wie Hornkraut sorgen für klares Wasser
Die Seerosen werfen ihre Schatten im klaren Teichwasser bis auf den Grund.

Schwimmende Inseln, schön bepflanzt ein echter Blickfang 

Sumpfpflanzen mitten im Teich? Mit einem kleinen Trick kein Problem. Der Clou ist ein Schwimmring aus Styropor (Bastelabteilung), der einen Blumentopf aus Kunststoff samt Teicherde und Pflanzen über Wasser. Ein Stück Wolldecke über dem Schwimmring saugt sich mit Wasser und Erde voll und kaschiert so den Ring.

Stecklinge von Fuchsien und anderen Kübelpflanzen bewurzeln mühelos im Teich. Ein Stück Styropor durchlöchern und die langen Stecklinge hindurch stecken. Hat man das Floß zu Wasser gelassen, muss man sich nicht mehr um die Pflanzen kümmern. Je nach Wetter hat man nach einigen Wochen bewurzelte Jungpflanzen.

Junge Kübelpflanzen durch Styropor gesteckt wachsen zu einer prächtigen Insel heran.
Naturnaher Teich mit klarem Wasser umgeben von Büschen und Bäumen.
Der Gartenteich mit seinen zwei bewachsenen Inseln gleich einem natürlichen See.

Die Tiere lieben das klare Wasser

Zahlreiche Bewohner wie Molche, Frösche und viele Insekten fühlen sich seit Jahren im Teich wohl. Ein sicheres Anzeichen für eine gesunde Wasserqualität und uns persönlich eine große Freude.

Der naturnahe Teich zieht vor Allem Frösche an.
Frosch mit aufgeblähten Backen sitzt auf einem Seerosenblatt im Teich
Ein Frosch sitzt am Rande des Teichs.
Ein Teichmolch scheint im glasklaren Wasser zu schweben
Ein Teichmolch schwimmt durch das saubere Wasser in Richtung Grund.