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Die drei häufigsten Irrtümer zu Fadenalgen im Teich

Lesezeit: 3 min.
Erstellt am: 15.01.2019

Unter Teichbesitzern kursieren zahlreiche Tipps und Ratschläge, Hausmittel und Empfehlungen, die nicht immer der Wahrheit entsprechen. Einige sind wirkungslos, andere schlicht falsch und manche können sogar das Gegenteil bewirken. Wie entstehen Fadenalgen im Teich? Die oase-teichbau.de Experten erklären Ihnen die häufigsten Irrtümer rund um dieses wichtige Thema.


Der Fall: trotz verschiedener Maßnahmen kommt es immer wieder zu Fadenalgen

Herr G. schilderte uns sein Teich-Problem: Fadenalgen wachsen und wuchern in seinem Teich. Er hatte eigentlich schon grundsätzlich richtige Schritte in die Wege geleitet. Zunächst wurde der Teich gründlich gereinigt, dann hatte Herr G. die Filterschwämme gewechselt und wieder mit Starterbakterien geimpft. Die Wasserqualität befand sich im Normalbereich, die Algen kamen dennoch zurück.

Was kann man tun, um den Teich dauerhaft von störenden Algen zu befreien?

Da das Ziel algenfreier Teich noch nicht erreicht ist, sollte Herr G. weitere Faktoren mit in seine Analyse und die Ursachenforschung mit einbeziehen. Zugegeben, es kann etwas dauern, bis der Teich sein Gleichgewicht wiedergefunden hat und sich von seiner schönsten, algenfreien Seite zeigt. Es sind immer mehrere Faktoren, die für das Algenwachstum verantwortlich sind. 

Grundsätzlich gilt: Jeder Teich ist einzigartig und stellt ein anderes Ökosystem dar. Kleinere Teiche sind allgemein schwieriger zu handhaben als ein großer Schwimmteich, der sich besser selbst regulieren kann. Eine einfache Formel, nach dem Motto „Machen Sie dies und Sie werden keine Algen mehr haben“ gibt es aus diesem Grund nicht. Wenn Ihre Freude am Gartenteich trotz gewissenhafter Pflege durch unschöne Fadenalgen getrübt wird ist es Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Sie können beruhigt sein: Fadenalgen sind eine echte Plage für den Teichbesitzer, doch sie lassen sich gezielt bekämpfen.  

Dieser Beitrag deckt die häufigsten Irrtümer zum Thema Fadenalgen auf. In gesonderten Artikeln erklären Ihnen die oase-teichbau.de Experten gezielt die Ursachen für Fadenalgen im Teich auf und was Sie unternehmen können, um diese zu bekämfen. 


Irrtum 1: Zu schwacher oder verschmutzter Teichfilter

Häufig der erste Gedanke von Teichbesitzern: die Filterleistung ist zu schwach. Das trifft im Fall von Fadenalgen nicht zu. Denn diese wurzeln direkt und können daher nicht vom Filter aufgesogen werden. Das bedeutet der Teichfilter ist unwesentlich für das Algenwachstum, er kann die Algen schlicht nicht abbauen. Ebenfalls falsch und sogar kontraproduktiv ist der gut gemeinte Gedanke, bei Algenbefall die Filterschwämme während der Saison komplett zu reinigen und auszuwringen. Denn dadurch werden die wichtigen Filterbakterien zerstört, die Wasserqualität leidet und das biologische Gleichgewicht im Teich muss sich erst wiederaufbauen. 

Nützliche Tipps zur Filterpflege und Filterreinigung, welche Funktion Filterbakterien für Ihren Teich haben und Informationen, wie Sie den passenden Teichfilter für den Gartenteich finden, haben die oase-teichbau.de Experten in extra Beiträgen für Sie zusammengestellt.

Irrtum 2: Schlechte Wasserqualität

Eine weitere häufige Vermutung ist, dass Fadenalgen mit schlechter Wasserqualität in Verbindung stehen. Das trifft ebenfalls nicht zu - ganz im Gegenteil! Algen benötigen, wie alle Pflanzenarten auch, Nährstoffe um wachsen zu können. Befinden sich im Teichwasser genügend Nährstoffe in einem gesunden Gleichgewicht, treten die verschiedenen Pflanzenarten in Konkurrenz zueinander. 

Gibt es allerdings einen Überschuss oder einen Mangel an bestimmten Nährstoffen, dann entwickeln sich verschiedene Pflanzenarten besser oder schlechter. Erwünschte Teichpflanzen, wie zum Beispiel Seerosen, haben im Vergleich zu Fadenalgen einen empfindlicheren Stoffwechsel und brauchen daher ein anderes Verhältnis an Nährstoffen und Spurenelementen. Im Gegensatz dazu sind Algen anspruchsloser, denn sie haben einen weniger komplexen Stoffwechsel.

Irrtum 3: Geht es den Pflanzen schlecht, so geht es den Algen umso besser

Eine alte Aquarianer-Weisheit besagt: "Geht es den Pflanzen schlecht, so geht es den Algen umso besser". Das ist prinzipiell richtig. Doch auch wenn es den restlichen Pflanzen augenscheinlich nicht schlecht geht, können sich Fadenalgen stark vermehren. Zum Beispiel, wenn es im Teichwasser zu einem Nährstoffüberschuss für die Algen kommt. 

Speziell bei Fadenalgen ist es so, dass diese Nährstoffe direkt an der Wurzel aufnehmen. Daher können sie auch dann stark wachsen, wenn der Rest des Teichs keine Symptome für einen Nährstoffüberschuss zeigt. Welche Pflanzen für welche Teichzonen am besten geeignet sind wird Ihnen hier erklärt.